Beschreibung
Das Modell stellt die Güterzuglokomotive der Baureihe 41 (Reko) der DR (6326) dar.
Das Vorbild dieses Modells ist eine Güterdampflokomotive der Baureihe 41. Es handelt sich um eine Rekolokomotive, die infolge des Rekonstruktionsprogrammes der Deutschen Reichsbahn mit einem neuen Hochleistungskessel ausgerüstet wurde. Ab 1961 wurden ca. 80 Lokomotiven der Einheitsbauart 41 mit einem neuen Kessel versehen, während die übrigen Lokomotiven dieser Baureihe, die nach 1945 bei der DR verblieben, einen Nachbaukessel erhielten.
Die Rekolokomotiven unterscheiden sich von der Einheitsbauart am auffälligsten dadurch, dass sie auf dem Kessel nur einen Dampfdom, einen Sanddom und den neuen Mischvorwärmer aufweisen, während die Lokomotiven der Einheitsbauart zwei Dampdome, einen Sanddom und den Vorwärmer älterer Bauart besitzen. Neben dem Kessel erhielten die Rekoloks neue Aschkästen, Trofimoff-Schieber und eine neue Steuerstange. Gekuppelt sind die Lokomotiven mit Kohletender der Bauart 2`2`T 32 oder 2`2`T 34.
Neuer Motor
Der alte Piko-Motor ist nicht wirklich aureichend, um eine schöne Langsamfahrt mit dem Modell zu realisieren. Insoweit muss ein neuer Motor verbaut werden.
Wer ausreichend Geld sein Eigen nennt, der kann sich natürlich auch einen vollständig neuen Antrieb inklusive Getriebe von PMT kaufen. Damit ist sicherlich noch mehr Laufruhe zu erzielen. Jedoch könnte man so auch fast eine komplett neue Lok kaufen.
Der Motorblock
Wer einen Mabushi-Motor "Mabuchi SF-266SA" verbauen möchte, der kann sich bei Thingiverse.com bspw. die 3D-Druckdatei für eine "PIKO BR 130 DDR Motor Adapter" herunterladen.
Leider möchte ich einen Glockenankermotor verbauen, nämlich einen 1524, und dafür passt die Druckdatei nicht.
Daher habe ich mir selbst eine neue Druckdatei erstellt, welche die Ober- und Unterschale des Motorblocks druckt. Den Block habe ich in der Höhe auch reduziert, so dass der Decoder wunderbar auf dem Motorblock Platz hat.
Da die Motorwelle des 1524 natürlich nur 1,0 mm dickt ist, bedarf es natürlich noch einer Durchmesser-vergrößernden Hülse. Da der Durchmesser der alten Motorwelle aber nur 1,5 mm war, und mir eine Hülse mit Wandstärke von nur 0,25 mm zu gering erschien (da sich mdst. 10 mm der Adapter-Achse außerhalb der Motorachse befindet) habe ich mich für einen Hülse von 2,0 mm entschieden. Dafür muss ich natürlich noch das Ritzel entsprechend zentriert aufbohren.
Solche filigranen Hülsen bekommt man im Internet (bspw. Amazon) aus Messing oder Aluminium, und man muss sich lediglich ein 14 mm langes stück abflexen und mit Sekundenkleber oder auf Locktide auf der Motorwelle befestigen.
Die Stromversorgung
Da der Antrieb der Lok im Tender untergebracht ist, ist es nicht schwierig, dem Decoder den Gleisstrom zuzuführen als auch den Motor anzuschließen. Da die Spulen ziemlich fest an der Unterseite des Motorblocks verklebt sind, habe ich den Gleisstrom einfach am jeweils mittig sitzenden Pin der Stromabnahme angelötet.
Problematischer ist es jedoch, den Strom für die Front-LED an die Lok zu bekommen. Dafür habe ich einzelne Pins von kleinen Sockelsteckerleisten im Tendergehäuse eingeklebt. Entsprechende 2 Gegenbuchsen befinden sich unterhalb des Führerstandes. Das 3. Kabel ist am vorhandenen Steckverbinder zur Zuleitung des Gleisstroms seitlich angeklebt.
Da ich eine Rot/Weiße DUO-LED in der Lok verbaut habe, müssen natürlich 3 Kabel bis zum Kessel-Anfang gelegt werden. Dafür entsprechend unterhalb des Kessels mittig alle Druck-Kessel durchbohren, und dann am Ende wieder nach oben in den Kessel führen. Anstelle der bisherigen Perdinax-Platte, auf der die Glühlampe gesteckt wurde, habe mir eine gleichgroße Platine aus einer Lochraster-Leiterplatte gesägt, entsprechend bestückt mit an die 3 Kabel verlötet.
Für das Einsetzen einer Rückbeleuchtung muss noch etwas Hand angelegt werden, da diese im Original nicht vorgesehen ist. Eines meiner Exemplare hat lediglich einen weißen Farbpunkt, ein anderes Exemplar hatte Glitzersteine eingesetzt. In beiden Fällen habe ich an den Lampen-Positionen das Gehäuse aufgebohrt und Lichtleiter eingesetzt. Zudem muss das Gewicht entsprechend eingeschnitten werden, damit sowohl der Lichtleiter als auch die Kabelzuführung ausreichend Platz hat.
Die LED wurde dann am Lichtleiter und die Zuführungskabel am Tendergehäuse verklebt.
Fehlteile
Eines der von mir erworbenen Exemplare der BR 41 verfügte über verschiedene Fehlteile, für die es schwer ist, an Ersatz zu kommen. Da ich mich schon eine Weile mit FreeCad und dem Erstellen von 3D-Druckteilen beschäftigt habe, habe ich entsprechende Teile nachkonstruiert.
Dachfenster-Gitter
Das Dachfenstergitter ließ sich recht einfach konstruieren. Die Löcher des Gitters sind jedoch sehr filigran. Der erste Druck mit dem bei mir leider als einzigen 3D-Drucker vorhandenem Filament-Drucker ergab jedoch kein annehmbares Ergebnis.
Daher habe ich das Gitter nicht mit der Filigranen Struktur, sondern mit einem Loch-Raster gedruckt. Das war realisierbar und ist als Kompromis auch ok.
Kessel-Speiseventil
Ob die Bezeichnung die richtige ist, vermag ich nicht zu sagen. Jedoch ist diese Teil bei den verschiedensten Loks so sichtbar, und bei Piko auch in der Form bei diversen Loks so verbaut.
Auch dieses Teil ist sehr sehr filigran, und für meinen Filament-Drucker schon fast zu klein. Jedoch war der Ausdruck für mich noch annehmbar, und ich habe ihn entsprechend so an der Lok verklebt.
Abdeckung Lichtkanal
Beim Zusammenbau der Lok fiel mir auf, dass sehr viel Licht oberhalb der Vortriebsräder herausleuchtet. Das war auch kein Wunder, da die Abdeckung unmittelbar auf dem unteren Lichtleiter fehlte.
Also habe ich auch diese nachkonstruiert, und das Ergebnis war für mich völlig ausreichend. Dass das rote Rad-Gehäuse nicht richtig mit lediglich der Einrastung halten wollte, habe ich mir 2 kleinen Streifen doppelseitigem Klebeband gelöst.