Die Lokomotiven 10 001 und 10 002, die die Baureihe 10 der Deutschen Bundesbahn bildeten, waren für den Einsatz im schweren Personenzugverkehr konzipiert.
Geplant war, die Lokomotiven der Baureihen BR 01 und BR 03 durch die Entwicklung dieses neuen Lokomotiv-Typs zu ersetzen. Dieses geschah jedoch nicht, da zwischenzeitlich andere Antriebssysteme entwickelt worden waren. Der Damperzeuger (Kessel) wurde direkt von dem Bereits für die 1953er-Version der Baureihe 01 verwendeten Typ übernommen, der sich durch einen hervorragenden Wirkungsgrad auszeichnete. Um den Luftwiderstand der Lokomotiven zu verringern, waren sie teilweise verkleidet. Da es sich um zwei quasi-experimentelle Prototypen handelte, wurde das Antriebssystem wie folgt entwickelt:
Die Baureihe 10 001 war für den Kohletransport konzipiert und konnte auch Heizöl verbrennen. Zum Laden der feinkörnigen Kohle war der Tender mit einer speziellen, dampbetriebenen Vorrichtung ausgestattet. Der Kohlebunker war durch Türen verschlossen; die Kohle war also, wie bei anderen Tendern auch, nicht sichtbar und somit den Witterungseinflüssen ausgesetzt. Die Möglichkeit, auch Heizöl zu verbrennen, diente bei der Baureihe 10 001 nicht der Leistungssteigerung, sondern der Erzeugung einer höheren Dampfleistung bei Bedarf.
Die 10 002 war bereits für den Ölbetrieb ausgelegt, daher war ihr Tender für die Lagerung dieses Treibstoffs ausgestattet. Die Tender dieser beiden Loks, die sich in ihrerer Kapazität für die genannten Treibstoffe unterschieden, wurden mit einer tragenden Konstruktion, d.h. ohne Spanten, gebaut.
| Charakteristische Daten der Prototypen: | 10 001 | 10 002 |
|---|---|---|
| Achsanordnung | 2' C 1' | 2' C 1' |
| Anzahl der Zylinder | 3 | 3 |
| Zylinderdurchmesser | 480 mm | 480 mm |
| Zylinderhub | 720 mm | 720 mm |
| Dampfdruck im Kessel | 18 kg/cm² | 18 kg/cm² |
| Leistung | 2500 PS | 2500 PS |
| Höchstgeschwindigkeit | 140 km/h | 140 km/h |
| Gewicht der Lokomotive allein mit Wasser | 118,9 t | 118,9 t |
| Art der Ausschreibung | 2'2' T 40 | 2'2' T 40 |
| Gewicht des Kohlevorrats | 9 t | - |
| Gewicht des Heizölvorrats | 4,5 t | 12,5 t |
| Gewicht der Wasserversorgung | 40 t | 40 t |
| Tendergewicht ohne Lagerbestände | 30,3 t | 30,3 t |
| Baumeister | Friedrich Krupp - Essen | Friedrich Krupp - Essen |
Die beiden Lokomotiven 10001 und 10002 der Baureihe 10 der Deutschen Bundesbahn waren für den Einsatz im durchgehenden Personenverkehr mit hohem Zugaufkommen konzipiert. Der Dampferzeuger (Kessel) stammte direkt vom bereits für die Baureihe 01 in der Version von 1953 verwendeten Typ und zeichnete sich durch einen sehr hohen Wirkungsgrad aus. Zur Reduzierung des Luftwiderstands waren die Kessel mit Teilverkleidungen versehen. Da es sich um nahezu experimentelle Prototypen handelte, wurde das Brennstoffsystem wie folgt entwickelt: Die Lokomotive 10001 wurde mit Kohle befeuert, konnte aber auch mit Öl betrieben werden. Zum Beladen der mit viel Steinkohle beladenen Lokomotive verfügte der Tender über eine spezielle, dampfbetriebene Vorrichtung. Der Kohlebunker war zwischen Wänden geschlossen, wodurch die Kohle gleichmäßig verdichtet, aber nicht wie in anderen Tendern den Witterungseinflüssen ausgesetzt war. Die Möglichkeit, bei der 10001 auch Öl zu verbrennen, diente nicht der Leistungssteigerung, sondern der Erzielung einer höheren Dampfproduktion.
Die 10002 war für den Betrieb mit Öl ausgelegt; deshalb war ihr Tender bereits für die Lagerung eines Öltanks vorbereitet. Die Tender dieser beiden Lokomotiven, die sich aufgrund der verschiedenen Kraftstoffe unterschieden, wurden mit einem tragenden Rahmen, also ohne Fahrgestell, gebaut.